Universität Gießen

Homöopathie in der Veterinärmedizin 2018| Universität Gießen

Mit dem Education Shuttle zum Studierendensupport nach Gießen - wir sind für euch da. Der Homöopathie Arbeitskreis der Gesellschaft für Ganzheitliche Tier Medizin GGTM führt in einem Kooperations-Projekt mit der Hahnemann Gesellschaft, auf Initiative der Studierenden Hannah Hesse, in die Homöopathie ein.

JLU | Sebastian Ringleb

Zum zweiten Mal fand in diesem Jahr, mit Zustimmung des Dekans, ein Einführungsseminar für Studierende der Veterinärmedizin in die Homöopathie statt.

Mit Pinwalls, Flipcharts, der Lehrbibliothek der Hahnemann Gesellschaft und den verschiedensten Arbeitsmaterialien rollte das Education Shuttle von Wiesbaden zur veterinärmedizinischen Universität nach Gießen.

25 Studierende fanden sich an diesem sonnigen Tag im großen Hörsaal der Physiologie an der Justus Liebig Universität ein, um sich über die Homöopathie zu informieren. Einige berichten von ihren beobachteten Erfahrungen von ihrer Wirkung und sie wollte Näheres erfahren, da die eigenen Beobachtungen nicht mit der öffentlichen Berichterstattung zusammen passen.

Dr. Maleen Schaumburg, erfahrene Tierärztin aus Friedberg, Hessen, eröffnete in klassische Vortragstechnik das Seminar. Die Studierenden bekamen einen Überblick über die Denk- und Arbeitsweise in der Homöopathie. Viele klärende Fragen wurden gestellt und der offene Dialog stand im Vordergrund.

Dr. Maleen Schaumburg | Tierärztin | Friedberg

Danach wurde ein Studierenden-zentriertes Lernformat eingesetzt, das Problem Orientierte Lernen, das von der erfahrenen Ärztin Ulrike Fröhlich, organisiert worden war. Die Dozierenden wechselten in die Funktion von Tutorinnen und die Studierenden teilten sich in fünf Arbeitsgruppen auf. Das sorgfältig vorbereitete Seminar war hervorragend ausgestattet. Die Hahnemann-Gesellschaft hatte einen Teil ihrer Lehrbibliothek des Dreimonatskurses zur Verfügung gestellt, so dass die Studierenden aus dem Vollen schöpfen konnten, um ihren ersten Paper Case zu bearbeiten.

Es ging um den verletzten Airdale Terrier Biene, der nach dem Toben lahmte. Nach den konventionell medizinischen Differentialdiagnosen, dem Abwägen der eventuell notwendigen diagnostischen Interventionen, begannen die Studierenden die individuellen Krankheitszeichen von Biene wahrzunehmen und fanden in der homöopathischen Arbeitsweise die Möglichkeiten, diese zusätzlichen Informationen auch therapeutisch zu nutzen.

In Symptomenverzeichnissen, den Repertorien, recherchierten sie die Symptome. Dort fanden sie dann hinter jedem die Abkürzungen der Gruppe an Arzneimitteln, die dieses Symptome in der Arzneimittelprüfung gezeigt hatten oder in der klinischen Anwendung einen Bezug dazu zeigen. Nach der Auswertung der Repertorisation erfolgte das vergleichende Materia medica Studium, wobei den Studierenden bewusst wurde, dass hier die auslösende Causa für das Lahmen, das Trauma, höher zu werten war, als die individuellen, sonderlichen, charakteristischen Symptome (§153), die beim Differenzieren unter den Verletzungsarzneien halfen.

Die Studierenden bei der Fallbearbeitung, hier das vergleichende Materia medica Studium

Bei der Bearbeitung des zweiten Paper Cases gingen ganz viele Arbeitsschritte schon rascher von der Hand und es war für uns beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement, welcher Klarheit und Konzentration die angehenden Kolleginnen und Kollegen bei der Sache waren.

Abgerundet wurde das Seminar durch eine Übersicht zum aktuellen Forschungsstand in der Homöopathie, es wurde auf den Forschungsreader der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie, der WissHom hingewiesen und auf das Homeopathy Research Institute HRI, als zuverlässige Quelle zu allen wissenschaftlichen Fragen zur Homöopathie. Das Format hierbei war eine offene Diskussionsrunde, in welche alle Anwesenden ihren Input dazu gaben.

Die Studierenden versunken im spannenden Feld der Homöopathie Forschung

Die beiden Dozierenden wurden mit einem wundervollen, von den Studierenden hergerichteten, Seminarbüffet verwöhnt. Ihnen schlug eine große Dankbarkeit und Respekt entgegen, der beide trägt für weitere Projekte für die Homöopathie.

Fazit: Es ist lohnend, dem Wunsch der Studierenden nach sachbezogenen zuverlässigen Informationen zur Homöopathie zu entsprechen.

Die offene, interessierte, kritische Weise, mit dem Bildungsangebot umzugehen, machten den beiden Dozierenden und Moderatorinnen große Freude – geht euren Weg.

Die Gesellschaft für Ganzheitliche Tier Medizin GGTM hat einen eigenen Arbeitskreis Homöopathie gebildet. Interessierte Kolleginnen und Kollegen wenden sich bitte an Dr. Maleen Schaumburg | Friedberg | Hessen |

Justus Liebig Universität Gießen | Fachschaft Veterinärmedizin Gießen | Hörsaal Physiologie | Frankfurter Straße 100 | Homöopathie Seminar SS 2018

Initiative: Hannah Hesse | Studierende || Support: Gesellschaft für ganzheitliche Tiermedizin | Hahnemann Gesellschaft

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